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DOKI®

Dialogorientierte Krisenintervention

Die Dialogorientierte Krisenintervention (DOKI®) ist ein professionelles Konzept zum Umgang mit Konflikten, Eskalationen und herausforderndem Verhalten. Der Ansatz wird insbesondere in der pädagogischen Arbeit mit Kindern, Jugendlichen sowie Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen eingesetzt.

In vielen sozialen und pädagogischen Arbeitsfeldern gehören Konflikte, emotionale Überforderung und aggressive Verhaltensweisen zum Alltag. DOKI® bietet Fachkräften eine strukturierte Methode der Deeskalation und Krisenintervention, die darauf abzielt, Situationen sicher zu begleiten und gleichzeitig die Beziehung zu den betroffenen Personen zu erhalten.

Der Ansatz verbindet Gewaltprävention, Deeskalation und entwicklungsorientierte Begleitung. Selbst in schwierigen Situationen bleibt der Dialog zentral. Durch eine klare Haltung, professionelle Kommunikation und gezielte Interventionen können Spannungen reduziert und die Selbstregulation der betroffenen Person unterstützt werden.

Grundprinzipien der dialogorientierten Krisenintervention

Sicherheit als Grundlage jeder Krisenintervention

In Konflikt- und Krisensituationen steht zunächst die Sicherheit aller Beteiligten im Mittelpunkt. Fachkräfte müssen handlungsfähig bleiben, um Eskalationen professionell zu begleiten.

Im DOKI®-Ansatz werden daher zunächst die individuellen Voraussetzungen der beteiligten Personen betrachtet, darunter:

  • persönliche Verletzlichkeit (Vulnerabilität)
  • vorhandene psychische Widerstandskraft (Resilienz)
  • individuelle Strategien zur Konfliktbewältigung

Auf dieser Grundlage werden Maßnahmen entwickelt, die den Fähigkeiten und Ressourcen der jeweiligen Person entsprechen.

Herausforderndes Verhalten verstehen

Aggressionen und Eskalationen entstehen häufig dann, wenn Menschen ihre Bedürfnisse nicht mit den vorhandenen Möglichkeiten erfüllen können. Überforderung, Stress oder fehlende Handlungsmöglichkeiten können zu herausforderndem Verhalten führen.

Die dialogorientierte Krisenintervention betrachtet Verhalten deshalb immer im Zusammenhang mit der individuellen Lebenssituation, der persönlichen Entwicklung und den vorhandenen Ressourcen einer Person. Ziel ist es, die Hintergründe von Konflikten zu verstehen und nachhaltige Lösungen zu entwickeln.

Deeskalation und professionelle Intervention

In akuten Konflikt- oder Krisensituationen kann es notwendig sein, aktiv einzugreifen. Dabei folgt DOKI® einem klaren Prinzip: Interventionen sollen schützen, deeskalieren und Entwicklung ermöglichen.

Grundsätzlich werden zwei Formen der Krisenintervention unterschieden:

Sicherheitsorientierte Krisenintervention

Wenn eine unmittelbare Gefährdung besteht, können Maßnahmen erforderlich sein, um alle Beteiligten zu schützen. In solchen Situationen können auch körperliche Haltetechniken eingesetzt werden, die ausschließlich der Gefahrenabwehr dienen.

Entwicklungsorientierte Krisenintervention

Neben der akuten Deeskalation steht die langfristige Entwicklung im Fokus. Dialogische und systemische Methoden helfen dabei, Konflikte zu reflektieren, neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln und zukünftige Eskalationen zu vermeiden.

Ursprung und Entwicklung von DOKI®

Das Konzept der Dialogorientierten Krisenintervention (DOKI®) wurde 2002 von Carlos Escalera entwickelt. Der Ansatz entstand aus der praktischen Arbeit mit Menschen mit intellektuellen Entwicklungsstörungen und herausfordernden Verhaltensweisen.

Heute wird DOKI® in verschiedenen pädagogischen, sozialen und therapeutischen Arbeitsfeldern eingesetzt und unterstützt Fachkräfte dabei, Konflikte professionell zu begleiten, Gewalt vorzubeugen und Entwicklungsprozesse zu fördern.

Kontakt

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